Friedliche Gaza-Demonstrationen in Zürich und Genf

Rund 1000 Demonstranten in Zürich und ca. 300 in Genf haben ein Ende der israelischen Offensive in Gaza gefordert.

Beide Demonstrationen blieben friedlcih, obwohl Schweizer Medien gewaltsame Demos erwartet (oder besser: erhofft?) hatten. Im Gegenteil, an der Zürcher Kundgebung distanzierte sich eine Rednerin denn auch explizit von judenfeindlichen Äusserungen. Diese Kundgebung sei kein antisemitischer Anlass, sondern ein Protest gegen israelische Gewalt. 

Lesen Sie hier entsprechende Medienberichte:

 

Für einmal wollen wir noch einen Blick über die Landesgrenze nach Deutschland werfen. Da ist z.B. der bekannte Journalist und Buchautor Jürgen Todenhöfer, der in einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin am 18. Juli 2014 den israelischen Militäreinsatz als masslos bezeichnet, unter dem fast auschliesslich die Bevölkerung von Gaza leidet. Lesen Sie hier auch seine Reportage «Fassungslos in Gaza».

Auf der anderen Seite steht die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auch angesichts der jüngsten Bodenoffensive im Gazastreifen ihr Verständnis für Israel unterstreicht. «Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung», sagte sie am 18. Juli 2014 vor Journalisten bei der Bundespressekonferenz in Berlin, wo sie Fragen zu innen- und außenpolitischen Themen beantwortete.

Deutschland stehe in dieser Frage an der Seite Israels. «Das muss natürlich angemessen durchgeführt werden», betonte sie dabei. Besorgniserregend sei, dass es eine neue Dimension der Bewaffnung der radikal-islamischen Hamas gebe. «Jedes Land muss sich, wenn es so angegriffen wird, wehren.»

Mit Verlaub: Was ist für Merkel angemessen?

  • Über 300 Tote und tausende Verletzte, vor allem Frauen und Kinder, auf der einen Seite gegenüber zwei Toten auf der anderen Seite?
  • Die totale Blockade der einen Seite gegenüber der völligen Freiheit der anderen Seite?
  • Die Häuser der mutlmasslichen palästinensischen Entführer der getöteten drei israelischen Jugendlichen wurden in die Luft gesprengt. Was ist mit den Häusern der drei Israeli, die aus Rache einen palästinensischen Jugendlichen entführt und getötet haben? Werden diese auch in die Luft gejagt?

Diese Einseitigkeit und Doppelzüngigkeit ist kaum mehr zu ertragen...

 

 

 

 

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